Von Gehlen - ENVIV
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Version vom 18:18, 20. Aug 2013; 91.66.3.11 (Diskussion)
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Zentrale These des Buches ist, dass Kultur mehr und mehr wie Software funktioniert, also in Versionen veröffentlicht und kontinuierlich weiterentwickelt wird. Wieder finden sich zwischen den einzelnen Kapiteln Interviews.
- Wikipedia als "verflüssigte Variante eines Lexikons" (S. 27)
- Das Internet als "Datenmeer"
- "Bisher halten wir Musik, Filme oder Bücher nicht unbedingt für 'sich häufig ändernde Informationen.'" (S. 75)
- "Bei Software ist die Idee eines Updates selbstverständlich, bei Songs, Texten, Bildern ist sie eher ungewöhnlich. Durch die Digitalisierung kann sich das ändern, und ich denke, wir beobachten gerade schon, dass es sich ändert: Musik wird in Cover- und Remix-Versionen verbreitet, Textstellen, Liedsequenzen und Filmszenen können im weitesten Sinne gesampelt werden, und die Referenzkultur hält sie in Bewegung." (S. 78)
- Interview mit Stefan Wehrmeyer: "Dennoch könnte ich mir vorstellen, dass Parteien ihren eigenen Zweig der Gesetze pflegen und als Teil ihres Parteiprogramms sehen. So verschwinden Gesetzesvorschläge der Opposition nicht in der Schublade, sondern bleiben in der eigenen Version der Gesetze bestehen, bis sie z.B. bei einem Machtwechsel im Bundestag wieder zur Aufnahme in den eigentlichen Gesetzeskorpus vorgeschlagen werden." (S. 87)
- Bedeutung von Metadaten: "Die Metadaten eines in Versionen und Fassungen aufgefächerten Lexikon-Artikels, seine ständig abrufbare Entstehungsgeschichte und die zugehörigen Diskussionen sind keine Zusatzfeatures, sondern notwendiger Bestandteil des digitalen Prozesses. Wikipedia würde ohne sie nicht funktionieren." (S. 100)
- Peter Glaser, der gemeint hat, dass sich durch die geänderte Tipplautstärke durch Einführung der Computertastatur auch der Schreibprozess geändert hat: "Ich denke, durch jede neue Schreibtechnik entstehen auch neue Formen der Literatur." (S. 101)
- "Metadaten" als entscheidend für den Erfolg von Fair-Trade-Produkten (S. 105)
- Bsp. des "Husky Chat" sowie des social Reading und Verweis auf Constanze Kurz "Wer liest, der wird gelesen"
